Techichi
Der stumme Seelenbegleiter der Azteken und Vorfahre des Chihuahua
Steckbrief
- Herkunft
- Mexiko (Mesoamerika)
- Größe
- 20–35 cm
- Gewicht
- 3–9 kg
- Lebenserwartung
- 12–16 Jahre
- Gruppe
- Ausgestorbene Rassen
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Techichi wurde in den Haushalten aller Gesellschaftsschichten der mesoamerikanischen Kulturen gehalten. Er lebte als Hausgenosse und Bettgenosse in engem Kontakt mit seinen menschlichen Familien. Seine geringe Größe und sein ruhiges Temperament machten ihn zu einem unkomplizierten Haustier, das wenig Platz und Bewegung benötigte. In den kühlen Höhenlagen des mexikanischen Hochlandes diente er als lebender Wärmespender. Die Hunde wurden oft in Gruppen gehalten. Die Rasse ist seit dem 16. Jahrhundert als eigenständiger Typ ausgestorben.
Ernährung (historisch)
Der Techichi wurde in der mesoamerikanischen Kultur mit den lokal verfügbaren Nahrungsmitteln gefüttert, hauptsächlich Maistortillas, Bohnen, Kürbis und gelegentlich Fleisch. Techichis, die für den menschlichen Verzehr gemästet wurden, erhielten eine besonders kalorienreiche Kost auf Maisbasis. Haustechichis, die als Begleiter und Wärmespender dienten, teilten die Mahlzeiten ihrer Familien. Die Azteken verfügten über keine Milchtierhaltung, weshalb Milchprodukte in der Ernährung fehlten. Als ausgestorbene Rasse können keine modernen Fütterungsempfehlungen gegeben werden.
Gesundheit (historisch)
Als seit dem 16. Jahrhundert ausgestorbene Rasse liegen keine veterinärmedizinischen Daten über den Techichi vor. Archäologische Skelettfunde zeigen generell gesunde Knochen und Zähne, was auf eine robuste Konstitution hindeutet. Der Techichi war vermutlich widerstandsfähiger als der moderne Chihuahua, da er unter natürlichen Selektionsbedingungen gezüchtet wurde. Parasitäre Erkrankungen dürften verbreitet gewesen sein. Zahnprobleme bei kleinen Hunden sind auch historisch wahrscheinlich. Die Lebenserwartung dürfte aufgrund der oft rituellen Opferung künstlich begrenzt gewesen sein.
Erziehung (historisch)
Der Techichi galt als ein ruhiger, genügsamer Hund, der wenig formale Ausbildung benötigte. Seine angebliche Stummheit machte ein Anti-Bell-Training überflüssig. Die Hunde wurden in den Haushalten der mesoamerikanischen Familien sozialisiert und wuchsen im engen Kontakt mit Menschen, anderen Hunden und Haustieren auf. Eine spezielle Jagd- oder Arbeitsausbildung ist für den Techichi nicht dokumentiert, da er primär als Begleiter, rituelles Tier und Nahrungsquelle diente. Die Rasse ist seit der spanischen Eroberung Mexikos ausgestorben.
Geschichte & Herkunft
Der Techichi ist erstmals in der Tolteken-Kultur des 9. Jahrhunderts archäologisch nachweisbar, dürfte aber wesentlich ältere Wurzeln haben. Die Maya und Azteken übernahmen den Techichi und integrierten ihn in ihre religiösen Praktiken. Steinreliefs in Huejotzingo und Chichén Itzá zeigen kleine Hunde, die dem Techichi entsprechen. Die Azteken verwendeten den Techichi als Seelenbegleiter, Opfertier und Nahrungsquelle. Hernán Cortés berichtete 1519 über die kleinen Hunde auf den Märkten von Tenochtitlan. Die spanische Eroberung führte zum Zusammenbruch der Techichi-Kultur. Überlebende Techichis vermischten sich vermutlich mit europäischen Kleinhunden zum Vorfahren des modernen Chihuahua, der im 19. Jahrhundert im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua wiederentdeckt und standardisiert wurde.
Häufige Fragen zum Techichi
Warum ist der Techichi ausgestorben?
Der Techichi ist erstmals in der Tolteken-Kultur des 9. Jahrhunderts archäologisch nachweisbar, dürfte aber wesentlich ältere Wurzeln haben. Die Maya und Azteken übernahmen den Techichi und integrierten ihn in ihre religiösen Praktiken. Steinreliefs in Huejotzingo und Chichén Itzá zeigen kleine Hunde, die dem Techichi entsprechen. Die Azteken verwendeten den Techichi als Seelenbegleiter, Opfertier und Nahrungsquelle. Hernán Cortés berichtete 1519 über die kleinen Hunde auf den Märkten von Tenochtitlan. Die spanische Eroberung führte zum Zusammenbruch der Techichi-Kultur. Überlebende Techichis vermischten sich vermutlich mit europäischen Kleinhunden zum Vorfahren des modernen Chihuahua, der im 19. Jahrhundert im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua wiederentdeckt und standardisiert wurde.
Wann ist der Techichi ausgestorben?
Der Techichi gehört zu den ausgestorbenen Hunderassen. Details zur genauen Zeitperiode des Verschwindens finden sich in der Geschichte dieser Rasse weiter oben auf dieser Seite.
Gibt es heute noch Nachfahren des Techichi?
Viele moderne Hunderassen tragen Gene des Techichi in sich. Durch gezielte Zucht und Kreuzungen haben Merkmale dieser historischen Rasse in heutigen Rassen überlebt, auch wenn der Techichi selbst nicht mehr existiert.
Wie sah der Techichi aus?
Der Techichi war ein kleiner, stummerer Hund der mesoamerikanischen Hochkulturen, der als direkter Vorfahre des modernen Chihuahua gilt und über mehr als zwei Jahrtausende eine zentrale Rolle im religiösen, kulturellen und kulinarischen Leben der Tolteken, Maya und Azteken spielte. Sein Name leitet ...
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