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Tiroler Bracke

Die unermüdliche Gebirgsjägerin aus den Tiroler Alpen

Steckbrief

FCI-Nr.
68
Herkunft
Österreich (Tirol)
Größe
4250 cm
Gewicht
1522 kg
Lebenserwartung
1214 Jahre
Gruppe
Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Charakter
AusdauerndSpurlautTreuFreundlichIntelligent
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Die Tiroler Bracke ist ein robuster, ausdauernder Jagdhund aus den österreichischen Alpen, der seit Jahrhunderten für die Jagd im anspruchsvollen Gebirgsgelände gezüchtet wird. Mit ihrem wetterfesten Fell, ihrer unermüdlichen Ausdauer und ihrer hervorragenden Nase ist sie eine Spezialistin für die Brackierjagd und die Schweißarbeit im alpinen Terrain und wird von Gebirgsjägern hoch geschätzt. Mit einer Schulterhöhe von 42 bis 50 Zentimetern und einem Gewicht von 15 bis 22 Kilogramm ist die Tiroler Bracke ein mittelgroßer, kräftig gebauter Hund mit einem harmonischen, athletischen Körperbau. Ihr dichtes, stockhaariges Doppelfell bietet hervorragenden Schutz vor dem rauen Alpenklima. Die Farben sind Rot, Schwarzrot oder Tricolor mit weißen Abzeichen. Die mittelgroßen, hoch angesetzten Hängeohren und die freundlichen, dunklen Augen verleihen ihr einen aufmerksamen, sympathischen Ausdruck. Charakterlich ist die Tiroler Bracke ein freundlicher, ausgeglichener Hund mit einem ausgeprägten Arbeitswillen. Auf der Jagd zeigt sie eine beeindruckende Ausdauer und Zähigkeit – sie verfolgt Spuren über steile Berghänge und durch dichtes Unterholz mit einer Beharrlichkeit, die ihresgleichen sucht. Ihr charakteristischer Spurlaut, der durchdringende Jagdruf, ist weit hörbar und ermöglicht dem Jäger, ihre Arbeit auch in unwegsamem Gelände zu verfolgen. Im häuslichen Umfeld zeigt sich die Tiroler Bracke von ihrer sanften, liebevollen Seite. Sie ist freundlich zu allen Familienmitgliedern, geduldig mit Kindern und kommt gut mit anderen Hunden aus. Ihre ausgeglichene Art macht sie zu einem angenehmen Hausgenossen, wenn sie jagdlich oder sportlich ausreichend beschäftigt wird. Der Bewegungsbedarf ist sehr hoch. Als Gebirgsjagdhund braucht die Tiroler Bracke täglich ausgiebige, anspruchsvolle Bewegung. Bergwanderungen, Fährtenarbeit und Nasenarbeit sind ideale Beschäftigungsformen. Die Tiroler Bracke ist eine Rasse von großer Bedeutung für die alpine Jagdtradition und gehört in die Hände erfahrener Jäger oder sehr aktiver Hundeliebhaber.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Die Tiroler Bracke gehört in die Hände eines aktiven Jägers oder eines sehr sportlichen Hundehalters, der ihr ausreichend Beschäftigung bieten kann. Ein Haus mit Garten in ländlicher Umgebung, idealerweise mit Zugang zu Bergen und Wäldern, ist ideal. Mindestens zwei bis drei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind notwendig. Bergwanderungen und Fährtenarbeit sind ideale Beschäftigungsformen. Die Tiroler Bracke ist ein sozialer Hund, der den Kontakt zu ihrer Familie braucht und im Haus gehalten werden sollte. Kälte und raues Wetter verträgt sie dank ihres dichten Fells hervorragend. Die Fellpflege ist unkompliziert. Sie kommt in der Regel gut mit anderen Hunden aus. Eine Stadtwohnung ist für sie nicht geeignet.

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Ernährung

Die Tiroler Bracke benötigt hochwertiges, energiereiches Futter, das ihrem hohen Aktivitätslevel gerecht wird. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde sind empfehlenswert. Die Futtermenge muss an den individuellen Energiebedarf angepasst werden – an Jagdtagen und bei intensiver Bergarbeit ist der Kalorienbedarf deutlich erhöht. Proteinreiches Futter mit gutem Fleischanteil unterstützt die Muskulatur und Ausdauer. Omega-3-Fettsäuren fördern die Gesundheit von Haut und Fell. Bei geringerer Aktivität muss die Futtermenge reduziert werden, um Übergewicht zu vermeiden. Gelenkunterstützende Zusätze können bei intensiver Belastung im Gebirge sinnvoll sein. Frisches Trinkwasser muss stets verfügbar sein.

Gesundheit & Krankheiten

Die Tiroler Bracke ist eine bemerkenswert gesunde und robuste Rasse, die durch die strenge Selektion auf Arbeitsleistung und Fitness im Gebirge profitiert. Erbkrankheiten sind selten. Hüftgelenksdysplasie (HD) kann gelegentlich vorkommen und sollte bei Zuchttieren überprüft werden. Ohrenentzündungen können aufgrund der Hängeohren auftreten und erfordern regelmäßige Kontrolle. Verletzungen an Pfoten und Gliedmaßen können bei der Arbeit im steinigen Gebirgsgelände vorkommen – regelmäßige Pfotenpflege ist wichtig. Zeckenbefall ist bei einem Jagdhund, der viel im Wald und Gebirge unterwegs ist, ein Thema. Die gute Rassegesundheit ist das Ergebnis einer verantwortungsvollen Zucht, die Leistungsfähigkeit und Gesundheit gleichermaßen berücksichtigt. Regelmäßige Vorsorge und Impfungen sind selbstverständlich.

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Erziehung

Die Tiroler Bracke ist intelligent und arbeitswillig, ihre Erziehung ist jedoch eng mit der jagdlichen Ausbildung verknüpft. Positive Verstärkung und geduldiger Aufbau sind die Grundlagen. Der Gehorsam am Wild, der zuverlässige Spurlaut und die Ruhe am Stand sind zentrale Ausbildungsziele. Die Tiroler Bracke braucht einen geduldigen Führer, der ihre Arbeitsweise versteht und fördert. Harte Erziehungsmethoden sind kontraproduktiv. Frühe Sozialisierung mit verschiedenen Menschen, Tieren und Umgebungen ist wichtig. Die Leinenführigkeit muss geübt werden, da die Bracke beim Aufnehmen einer Fährte sehr triebig werden kann. Geistige Beschäftigung durch Nasenarbeit ist auch außerhalb der Jagd unverzichtbar.

Geschichte & Herkunft

Die Tiroler Bracke hat ihre Wurzeln in den Jagdhunden der Tiroler Alpen und blickt auf eine jahrhundertealte Tradition zurück. Kaiser Maximilian I. setzte im 15. und 16. Jahrhundert Bracken bei seinen berühmten Jagden in den Tiroler Bergen ein. Die gezielte Zucht der Tiroler Bracke begann im 19. Jahrhundert, als die Notwendigkeit eines spezialisierten Gebirgsjagdhundes erkannt wurde. 1896 wurde die Rasse erstmals als eigenständig anerkannt. Die Zucht wird in Österreich streng kontrolliert und auf Arbeitsleistung ausgerichtet. Die FCI führt die Tiroler Bracke unter der Nummer 68. Bis heute ist sie primär in Österreich, Südtirol und Bayern verbreitet und wird fast ausschließlich für die Jagd gezüchtet. Welpen werden bevorzugt an Jäger mit Gebirgsrevier abgegeben.

Kosten im Überblick

Futter45,00 €/Monat
Versicherung25,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges20,00 €/Monat
Gesamt120,00 €/Monat
Jährlich1.440,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Tiroler Bracke

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Tiroler-Bracke-Besitzer empfehlenswert. Als aktiver Jagdhund, der regelmäßig in Wald und Gebirge eingesetzt wird, kann es in Ausnahmesituationen zu Schäden kommen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde Pflicht. Die Versicherung bietet umfassenden finanziellen Schutz zu geringen monatlichen Kosten und deckt auch Schäden bei der jagdlichen Arbeit ab.

Häufige Fragen zum Tiroler Bracke

Ist ein Tiroler Bracke ein guter Familienhund?

Ja, der Tiroler Bracke ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Tiroler Bracke im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Tiroler Bracke betragen durchschnittlich 120,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).

Ist ein Tiroler Bracke für Anfänger geeignet?

Der Tiroler Bracke ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Tiroler Bracke?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 5/5. Der Tiroler Bracke braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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