Welsh Corgi Cardigan
Der ältere Corgi-Bruder mit dem Fuchsschwanz
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 38
- Herkunft
- Großbritannien (Wales)
- Größe
- 27–32 cm
- Gewicht
- 11–17 kg
- Lebenserwartung
- 12–15 Jahre
- Gruppe
- Hütehunde und Treibhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Cardigan kann sich bei ausreichender Bewegung in einer Wohnung wohlfühlen. Tägliche Spaziergänge von insgesamt 60 bis 90 Minuten, ergänzt durch geistige Beschäftigung, sind notwendig. Wie beim Pembroke sollten Treppen minimiert und Sprünge von Möbeln verhindert werden, um den langen Rücken zu schützen. Rampen für Sofa und Bett sind empfehlenswert. Der Cardigan braucht engen Familienkontakt und eignet sich nicht für lange Alleinzeiten. Die Fellpflege erfordert regelmäßiges Bürsten. Die Gewichtskontrolle ist von entscheidender Bedeutung. Er verträgt verschiedene Wetterbedingungen gut, bei extremer Hitze sollte er geschont werden. Die Verträglichkeit mit anderen Haustieren ist bei guter Sozialisierung in der Regel gut.
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Der Cardigan benötigt wie der Pembroke eine streng kontrollierte Ernährung, da auch er stark zu Übergewicht neigt. Zwei Mahlzeiten pro Tag mit genau abgemessenen Portionen sind empfehlenswert. Hochwertiges, proteinreiches Futter mit moderatem Kaloriengehalt ist ideal. Leckerlis müssen in die Tagesration eingerechnet werden. Übergewicht verschärft die Rückenproblematik erheblich und muss konsequent vermieden werden. Welpen benötigen Welpenfutter für ein gesundes, kontrolliertes Wachstum. Kalorienarme Snacks sind gute Leckerli-Alternativen. Bei Neigung zu Zystinurie kann eine angepasste Diät notwendig sein. Die Gewichtskontrolle sollte mindestens monatlich erfolgen. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein.
Gesundheit & Krankheiten
Der Welsh Corgi Cardigan hat ähnliche gesundheitliche Anfälligkeiten wie der Pembroke, aber auch einige eigene. Bandscheibenprobleme (IVDD) sind aufgrund des langen Rückens ein ernstes Risiko. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt vor und sollte bei Zuchttieren untersucht werden. Progressive Retinaatrophie (PRA) ist eine erbliche Augenerkrankung. Degenerative Myelopathie (DM) ist eine progressive Nervenerkrankung, für die ein Gentest verfügbar ist. Bei der Blue-Merle-Variante können Augen- und Hörprobleme auftreten, wenn beide Eltern das Merle-Gen tragen. Übergewicht ist wie beim Pembroke ein häufiges und ernstes Problem. Zystinurie, eine Stoffwechselerkrankung, die zu Blasensteinen führt, ist beim Cardigan bekannt. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Gewichtskontrolle sind unerlässlich.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Cardigan ist intelligent und lernbereit, kann aber wie alle Hütehunde einen gewissen Eigensinn zeigen. Positive Verstärkung ist die beste Trainingsmethode. Frühe Sozialisierung ist wichtig, um seine natürliche Reserviertheit gegenüber Fremden zu moderieren. Das Zwicken an Fersen muss konsequent abtrainiert werden. Der Cardigan ist weniger hektisch als der Pembroke, dafür manchmal bedächtiger beim Lernen, was Geduld erfordert. Anti-Bell-Training ist empfehlenswert, da Cardigans wachsam und mitteilsam sein können. Geistige Beschäftigung durch Tricks, Suchspiele und Hundesport ist wichtig. Hundeschule wird empfohlen. Der Cardigan belohnt konsequente, liebevolle Erziehung mit zuverlässigem Gehorsam.
Geschichte & Herkunft
Der Welsh Corgi Cardigan ist eine der ältesten Hunderassen Großbritanniens. Seine Vorfahren wurden vor über 3.000 Jahren von keltischen Stämmen nach Wales gebracht und mit den Dachshund-ähnlichen Hunden der Region gekreuzt. Der Cardigan wurde als Hütehund für Rinder in der Grafschaft Cardiganshire eingesetzt. Wie der Pembroke nutzte er seine geringe Größe, um den Huftritten der Rinder auszuweichen. Lange Zeit wurden Pembroke und Cardigan als eine Rasse betrachtet, erst 1934 erkannte der Kennel Club sie als separate Rassen an. Der Cardigan ist heute seltener als der Pembroke und steht in Großbritannien auf der Liste der gefährdeten einheimischen Rassen. Die FCI führt ihn unter der Nummer 38.
Kosten im Überblick
| Futter | 35,00 €/Monat |
| Versicherung | 25,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 110,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.320,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Welsh Corgi Cardigan
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Cardigan-Besitzer empfehlenswert. Sein Hüteinstinkt kann in bestimmten Situationen zu unerwarteten Reaktionen führen. Auch ein kleiner Hund kann durch Nachstellen von Joggern oder Radfahrern Unfälle verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde Pflicht. Die Versicherung bietet finanziellen Schutz zu geringen monatlichen Kosten.
Häufige Fragen zum Welsh Corgi Cardigan
Ist ein Welsh Corgi Cardigan ein guter Familienhund?
Ja, der Welsh Corgi Cardigan ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Welsh Corgi Cardigan im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Welsh Corgi Cardigan betragen durchschnittlich 110,00 €. Das umfasst Futter (35,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Welsh Corgi Cardigan für Anfänger geeignet?
Ja, der Welsh Corgi Cardigan ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Welsh Corgi Cardigan?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.
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