Yorkshire Terrier
Der glamouröse Terrier im seidigen Gewand
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 86
- Herkunft
- Großbritannien (England)
- Größe
- 18–23 cm
- Gewicht
- 2–3.2 kg
- Lebenserwartung
- 12–16 Jahre
- Gruppe
- Terrier
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Yorkshire Terrier ist ein idealer Wohnungshund. Er kommt in kleinen Wohnungen zurecht und braucht keinen Garten. Zwei bis drei kürzere Spaziergänge am Tag genügen, ergänzt durch Spiel und Beschäftigung in der Wohnung. Bei kaltem, nassem Wetter benötigt der Yorkie einen Mantel, da er keine wärmende Unterwolle hat. Die Fellpflege ist zeitintensiv – entweder tägliches Bürsten bei langem Fell oder regelmäßige Friseurbesuche alle sechs bis acht Wochen. Der Yorkie sollte nicht regelmäßig lange alleine gelassen werden. Vorsicht bei offenen Balkonen und hohen Möbeln – Sprünge können für den kleinen Hund gefährlich sein. Er eignet sich hervorragend als Begleiter für ältere Menschen und Alleinstehende. Für Haushalte mit sehr kleinen Kindern ist er aufgrund seiner Zerbrechlichkeit weniger geeignet.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Yorkshire Terrier braucht hochwertiges Futter in kleinen Portionen. Spezialfutter für sehr kleine Rassen mit winzigen Kroketten ist empfehlenswert. Drei bis vier kleine Mahlzeiten pro Tag beugen Unterzuckerung vor, besonders bei Welpen und sehr kleinen Exemplaren. Die Futtermenge muss bei einem so kleinen Hund äußerst genau dosiert werden. Nassfutter oder halbfeuchtes Futter kann bei Zahnproblemen leichter zu fressen sein. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterstützen die Fellgesundheit. Viele Yorkies sind wählerische Esser – Konsequenz beim Futterangebot ist wichtig, um einen Futtermäkelei vorzubeugen. Leckerlis müssen bei der Tagesration berücksichtigt werden.
Gesundheit & Krankheiten
Der Yorkshire Terrier ist bei guter Pflege eine langlebige Rasse, neigt aber zu einigen gesundheitlichen Problemen. Zahnprobleme sind sehr häufig – regelmäßige Zahnpflege und professionelle Zahnreinigungen sind essenziell. Patellaluxation ist weit verbreitet. Trachealkollaps (Zusammenfallen der Luftröhre) kann zu chronischem Husten führen. Portosystemischer Shunt (Lebererkrankung) kommt bei der Rasse vermehrt vor. Hypoglykämie (Unterzuckerung) ist besonders bei Welpen und sehr kleinen Yorkies gefährlich. Progressive Retinaatrophie und trockene Augen können auftreten. Legg-Calvé-Perthes-Krankheit betrifft das Hüftgelenk. Empfindliche Verdauung ist bei vielen Yorkies ein Thema. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen und besonders die Zahnpflege sind wichtig für ein langes, gesundes Leben.
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Tarife vergleichenErziehung
Trotz seiner geringen Größe braucht der Yorkshire Terrier eine konsequente Erziehung. Sein Terrier-Temperament zeigt sich in Eigensinn und einem starken Willen. Die häufigsten Erziehungsfehler sind übermäßiges Verwöhnen und fehlende Konsequenz – das Ergebnis ist ein bellender, schnappender kleiner Tyrann. Positive Verstärkung mit kleinen Leckerlis funktioniert am besten. Bellkontrolle ist ein wichtiges Trainingsthema. Frühe Sozialisierung mit anderen Hunden und Menschen beugt Ängstlichkeit und Aggressivität vor. Stubenreinheit erfordert Geduld und einen festen Rhythmus. Der Yorkie sollte auf eigenen Beinen laufen und nicht ständig getragen werden. Grundgehorsam lässt sich in kurzen, spielerischen Einheiten gut aufbauen. Eine Hundeschule, die auf kleine Rassen spezialisiert ist, kann sehr hilfreich sein.
Geschichte & Herkunft
Der Yorkshire Terrier entstand Mitte des 19. Jahrhunderts in der englischen Grafschaft Yorkshire und Lancashire. Schottische Arbeiter, die während der Industrialisierung nach Nordengland kamen, brachten verschiedene kleine Terrier mit, die in den Textilfabriken und Bergwerken als Rattenfänger eingesetzt wurden. Aus Kreuzungen von Clydesdale Terriern, Paisley Terriern, Skye Terriern und anderen kleinen Terriern entstand der Yorkshire Terrier. Zunächst ein Arbeiterhund, wurde er durch sein prächtiges Fell bald vom Adel entdeckt und zum modischen Begleithund. Der berühmte Rüde „Huddersfield Ben" (1865-1871) gilt als Stammvater der Rasse. Der Kennel Club erkannte den Yorkshire Terrier 1886 offiziell an.
Kosten im Überblick
| Futter | 25,00 €/Monat |
| Versicherung | 20,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 25,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 95,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.140,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Yorkshire Terrier
Auch für den kleinen Yorkshire Terrier empfiehlt sich eine Hundehaftpflichtversicherung. Trotz seiner geringen Größe kann er durch sein lebhaftes Temperament und sein lautes Bellen Situationen verursachen, die zu Schäden führen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde Pflicht. Die günstigen Versicherungsbeiträge bieten wertvolle Absicherung für den Fall der Fälle.
Häufige Fragen zum Yorkshire Terrier
Ist ein Yorkshire Terrier ein guter Familienhund?
Ja, der Yorkshire Terrier ist ein hervorragender Familienhund. Er ist anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Yorkshire Terrier im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Yorkshire Terrier betragen durchschnittlich 95,00 €. Das umfasst Futter (25,00 €), Versicherung (20,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Yorkshire Terrier für Anfänger geeignet?
Ja, der Yorkshire Terrier ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Yorkshire Terrier?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 2/5. Kürzere Spaziergänge und Spieleinheiten reichen in der Regel aus.
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Nützliche Tools
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