AnfängergeeignetFamilienfreundlich

Yorkshire Terrier

Der glamouröse Terrier im seidigen Gewand

Steckbrief

FCI-Nr.
86
Herkunft
Großbritannien (England)
Größe
1823 cm
Gewicht
23.2 kg
Lebenserwartung
1216 Jahre
Gruppe
Terrier
Charakter
MutigSelbstbewusstLebhaftAnhänglichIntelligent
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Yorkshire Terrier, liebevoll „Yorkie" genannt, ist ein kleiner Hund mit großer Persönlichkeit. Trotz seines zierlichen Körperbaus und seines seidigen Fells ist er ein echter Terrier – mutig, eigensinnig und voller Lebensfreude. Seit Jahrzehnten gehört er zu den beliebtesten Kleinhunderassen in Deutschland und der ganzen Welt. Mit einem Gewicht von 2 bis 3,2 Kilogramm und einer Schulterhöhe von 18 bis 23 Zentimetern ist der Yorkshire Terrier einer der kleinsten Hunde überhaupt. Sein langes, seidiges Fell schimmert in der typischen Kombination aus Stahlblau und sattem Goldbraun. Die Haare fallen gerade und gleichmäßig herab und ähneln in ihrer Textur menschlichem Haar, was den Yorkie besonders allergikerfreundlich macht. Hinter dem glamourösen Äußeren verbirgt sich ein furchtloser kleiner Terrier. Der Yorkshire Terrier hat keinerlei Bewusstsein für seine geringe Größe und tritt auch größeren Hunden selbstbewusst gegenüber. Dieser Mut kann charmant sein, birgt aber auch Gefahren. Eine gute Sozialisierung und die Fähigkeit des Halters, seinen Hund vor Überforderungssituationen zu schützen, sind wichtig. Der Yorkie ist ein aufmerksamer Wachhund, der jeden Besucher mit energischem Bellen ankündigt. Diese Bellfreudigkeit kann in einer Mietwohnung zum Problem werden und sollte frühzeitig in den Griff bekommen werden. Mit seinem scharfen Verstand und seiner Beobachtungsgabe entgeht ihm nichts, was in seiner Umgebung passiert. Als Wohnungshund ist der Yorkshire Terrier ideal geeignet. Er braucht keinen Garten und kommt mit wenig Platz aus. Dennoch braucht er tägliche Spaziergänge und Spieleinheiten, um körperlich und geistig fit zu bleiben. Sein Bewegungsbedarf ist moderat, aber vorhanden. Die Fellpflege ist beim Yorkie aufwendig, besonders wenn das Fell in voller Länge gehalten wird. Tägliches Bürsten ist dann Pflicht. Viele Halter entscheiden sich für einen praktischen Kurzhaarschnitt, der die Pflege deutlich vereinfacht. Regelmäßige Zahnpflege ist beim Yorkie besonders wichtig, da kleine Rassen zu Zahnproblemen neigen. Der Yorkshire Terrier ist ein wunderbarer Begleiter für Singles, Paare und ältere Menschen. Für Familien mit Kleinkindern ist er aufgrund seiner Zerbrechlichkeit weniger geeignet. Wer einen kleinen, charakterstarken Hund mit großem Herzen sucht, wird den Yorkie lieben.

Haltung & Pflege

Wohnungstauglich
Nicht ideal für Kleinkinder

Der Yorkshire Terrier ist ein idealer Wohnungshund. Er kommt in kleinen Wohnungen zurecht und braucht keinen Garten. Zwei bis drei kürzere Spaziergänge am Tag genügen, ergänzt durch Spiel und Beschäftigung in der Wohnung. Bei kaltem, nassem Wetter benötigt der Yorkie einen Mantel, da er keine wärmende Unterwolle hat. Die Fellpflege ist zeitintensiv – entweder tägliches Bürsten bei langem Fell oder regelmäßige Friseurbesuche alle sechs bis acht Wochen. Der Yorkie sollte nicht regelmäßig lange alleine gelassen werden. Vorsicht bei offenen Balkonen und hohen Möbeln – Sprünge können für den kleinen Hund gefährlich sein. Er eignet sich hervorragend als Begleiter für ältere Menschen und Alleinstehende. Für Haushalte mit sehr kleinen Kindern ist er aufgrund seiner Zerbrechlichkeit weniger geeignet.

Hundehaftpflicht vergleichen für Yorkshire Terrier

Ab 3€/Monat – Vergleiche die besten Tarife und spare bis zu 60%

Jetzt vergleichen

Ernährung

Der Yorkshire Terrier braucht hochwertiges Futter in kleinen Portionen. Spezialfutter für sehr kleine Rassen mit winzigen Kroketten ist empfehlenswert. Drei bis vier kleine Mahlzeiten pro Tag beugen Unterzuckerung vor, besonders bei Welpen und sehr kleinen Exemplaren. Die Futtermenge muss bei einem so kleinen Hund äußerst genau dosiert werden. Nassfutter oder halbfeuchtes Futter kann bei Zahnproblemen leichter zu fressen sein. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterstützen die Fellgesundheit. Viele Yorkies sind wählerische Esser – Konsequenz beim Futterangebot ist wichtig, um einen Futtermäkelei vorzubeugen. Leckerlis müssen bei der Tagesration berücksichtigt werden.

Gesundheit & Krankheiten

Der Yorkshire Terrier ist bei guter Pflege eine langlebige Rasse, neigt aber zu einigen gesundheitlichen Problemen. Zahnprobleme sind sehr häufig – regelmäßige Zahnpflege und professionelle Zahnreinigungen sind essenziell. Patellaluxation ist weit verbreitet. Trachealkollaps (Zusammenfallen der Luftröhre) kann zu chronischem Husten führen. Portosystemischer Shunt (Lebererkrankung) kommt bei der Rasse vermehrt vor. Hypoglykämie (Unterzuckerung) ist besonders bei Welpen und sehr kleinen Yorkies gefährlich. Progressive Retinaatrophie und trockene Augen können auftreten. Legg-Calvé-Perthes-Krankheit betrifft das Hüftgelenk. Empfindliche Verdauung ist bei vielen Yorkies ein Thema. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen und besonders die Zahnpflege sind wichtig für ein langes, gesundes Leben.

Hunde-OP-Versicherung vergleichen für Yorkshire Terrier

OP-Kosten von 1.000–6.000€ absichern – schon ab 10€/Monat

Tarife vergleichen

Erziehung

Trotz seiner geringen Größe braucht der Yorkshire Terrier eine konsequente Erziehung. Sein Terrier-Temperament zeigt sich in Eigensinn und einem starken Willen. Die häufigsten Erziehungsfehler sind übermäßiges Verwöhnen und fehlende Konsequenz – das Ergebnis ist ein bellender, schnappender kleiner Tyrann. Positive Verstärkung mit kleinen Leckerlis funktioniert am besten. Bellkontrolle ist ein wichtiges Trainingsthema. Frühe Sozialisierung mit anderen Hunden und Menschen beugt Ängstlichkeit und Aggressivität vor. Stubenreinheit erfordert Geduld und einen festen Rhythmus. Der Yorkie sollte auf eigenen Beinen laufen und nicht ständig getragen werden. Grundgehorsam lässt sich in kurzen, spielerischen Einheiten gut aufbauen. Eine Hundeschule, die auf kleine Rassen spezialisiert ist, kann sehr hilfreich sein.

Geschichte & Herkunft

Der Yorkshire Terrier entstand Mitte des 19. Jahrhunderts in der englischen Grafschaft Yorkshire und Lancashire. Schottische Arbeiter, die während der Industrialisierung nach Nordengland kamen, brachten verschiedene kleine Terrier mit, die in den Textilfabriken und Bergwerken als Rattenfänger eingesetzt wurden. Aus Kreuzungen von Clydesdale Terriern, Paisley Terriern, Skye Terriern und anderen kleinen Terriern entstand der Yorkshire Terrier. Zunächst ein Arbeiterhund, wurde er durch sein prächtiges Fell bald vom Adel entdeckt und zum modischen Begleithund. Der berühmte Rüde „Huddersfield Ben" (1865-1871) gilt als Stammvater der Rasse. Der Kennel Club erkannte den Yorkshire Terrier 1886 offiziell an.

Kosten im Überblick

Futter25,00 €/Monat
Versicherung20,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)25,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt95,00 €/Monat
Jährlich1.140,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Yorkshire Terrier

Auch für den kleinen Yorkshire Terrier empfiehlt sich eine Hundehaftpflichtversicherung. Trotz seiner geringen Größe kann er durch sein lebhaftes Temperament und sein lautes Bellen Situationen verursachen, die zu Schäden führen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde Pflicht. Die günstigen Versicherungsbeiträge bieten wertvolle Absicherung für den Fall der Fälle.

Häufige Fragen zum Yorkshire Terrier

Ist ein Yorkshire Terrier ein guter Familienhund?

Ja, der Yorkshire Terrier ist ein hervorragender Familienhund. Er ist anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Yorkshire Terrier im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Yorkshire Terrier betragen durchschnittlich 95,00 €. Das umfasst Futter (25,00 €), Versicherung (20,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Yorkshire Terrier für Anfänger geeignet?

Ja, der Yorkshire Terrier ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Yorkshire Terrier?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 2/5. Kürzere Spaziergänge und Spieleinheiten reichen in der Regel aus.

Passende Ratgeber

Nützliche Tools

Ähnliche Rassen