Alle Ratgeber
**Hausstaubmilben** — ganzjährig, besonders im Winter in beheizten Räumen **Pollen** — Gräser, Bäume, Kräuter, saisonal abhängig **Schimmelpilzsporen** — besonders in feuchten Umgebungen **Flohspeichel** — schon ein einziger Stich reicht (Flohspeichelallergie)
**Rindfleisch** — der häufigste Auslöser **Hühnerfleisch** und **Eier** **Milchprodukte** **Weizen** und **Soja** **Lamm** — wird oft als hypoallergen vermarktet, kann aber ebenfalls Allergien auslösen
**Reinigungsmittel** und Waschmittel **Plastikschüsseln** — daher besser Edelstahl- oder Keramiknäpfe verwenden **Pflanzen** wie Efeu oder bestimmte Gräser **Textilien** und Färbemittel
**Starker Juckreiz** — Kratzen, Lecken, Beißen, Scheuern **Gerötete Haut** — besonders an Bauch, Achseln, Leisten, Pfoten und Ohren **Pfotenkauen** — die Pfoten sind oft gerötet und feucht, manchmal bräunlich verfärbt **Wiederkehrende Ohrenentzündungen** — ein Klassiker bei Allergikerhunden **Haarausfall** an den betroffenen Stellen **Hot Spots** — nässende, entzündete Hautstellen **Verdauungsprobleme** — Durchfall, Erbrechen, Blähungen (besonders bei Futtermittelallergien) **Tränende Augen** und **Niesen** (seltener als beim Menschen)
Der Hund bekommt für **8 bis 12 Wochen** ausschließlich eine Proteinquelle und eine Kohlenhydratquelle, die er noch nie gefressen hat (zum Beispiel Pferd und Süßkartoffel) Alternativ: **hydrolysiertes Futter**, bei dem die Proteine so klein gespalten sind, dass das Immunsystem sie nicht mehr erkennt **Keine Leckerlis**, keine Tischreste, keine Kauartikel — Disziplin ist entscheidend Bessern sich die Symptome, wird schrittweise Provokation durchgeführt, um den genauen Auslöser zu identifizieren
**Intrakutantest** — Allergene werden in die Haut injiziert, die Reaktion wird abgelesen. Gilt als Goldstandard, wird aber nur von spezialisierten Dermatologen durchgeführt **Bluttest (Serologie)** — weniger zuverlässig, aber einfacher durchführbar Hauttests oder Bluttests für Futtermittelallergien sind **nicht zuverlässig** — die Ausschlussdiät ist die einzige verlässliche Methode
Bei **Futtermittelallergie:** Dauerhaft auf hypoallergenes Futter umstellen Bei **Flohspeichelallergie:** Konsequente, ganzjährige Flohprophylaxe Bei **Hausstaubmilben:** Waschbare Hundebetten, häufiges Staubsaugen mit HEPA-Filter, Milbenschutzbezüge Bei **Kontaktallergie:** Den auslösenden Stoff eliminieren
**Apoquel (Oclacitinib):** Modernes Medikament, das gezielt den Juckreiz hemmt. Wirkt schnell und gut verträglich. Verschreibungspflichtig **Cytopoint (Lokivetmab):** Eine Antikörper-Injektion, die 4 bis 8 Wochen gegen Juckreiz wirkt. Sehr effektiv **Kortison:** Wirkt schnell und stark, sollte aber wegen der Nebenwirkungen nur kurzfristig eingesetzt werden **Antihistaminika:** Beim Hund leider deutlich weniger wirksam als beim Menschen
Dem Hund werden über Monate bis Jahre steigende Dosen des Allergens verabreicht Das Immunsystem soll lernen, das Allergen zu tolerieren **Erfolgsrate: 60 – 80 %** — bei manchen Hunden verschwinden die Symptome komplett Erfordert **Geduld** — erste Erfolge zeigen sich oft erst nach 6 bis 12 Monaten
**Omega-3-Fettsäuren** — stärken die Hautbarriere und wirken entzündungshemmend. Fischöl-Kapseln oder Lachsöl sind eine gute Quelle ([Auf Amazon ansehen](https://www.amazon.de/)) **Regelmäßiges Baden** mit medizinischem Shampoo — entfernt Allergene von der Haut **Pfotenbäder** nach dem Spaziergang — spülen Pollen und Milben ab **Hochwertige Ernährung** — unterstützt die Hautgesundheit von innen
**Ausschlussdiät (Spezialfutter, 8 Wochen):** 100 – 300 Euro **Allergietest:** 150 – 400 Euro **Apoquel (monatlich):** 40 – 100 Euro je nach Dosierung **Cytopoint-Injektion:** 80 – 150 Euro alle 4 – 8 Wochen **Hyposensibilisierung (jährlich):** 300 – 600 Euro
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