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Basset Hound

Der gemütliche Fährtenspezialist mit den längsten Ohren

Steckbrief

FCI-Nr.
163
Herkunft
Großbritannien / Frankreich
Größe
2838 cm
Gewicht
2034 kg
Lebenserwartung
1012 Jahre
Gruppe
Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Charakter
GutmütigGelassenFreundlichEigensinnigTreu
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Basset Hound ist mit seinem unverwechselbaren Erscheinungsbild – den extrem langen Schlappohren, den traurigen Augen und dem massigen Körper auf kurzen Beinen – einer der bekanntesten und beliebtesten Hunde der Welt. Sein gemütliches, fast phlegmatisches Auftreten täuscht jedoch über einen erstaunlich ausdauernden Jagdhund hinweg, der die zweitbeste Nase aller Hunderassen besitzt, nur übertroffen vom Bloodhound. Mit einer Schulterhöhe von nur 28 bis 38 Zentimetern, aber einem Gewicht von 20 bis 34 Kilogramm ist der Basset ein schwerer, niedrig gebauter Hund mit massivem Knochenbau. Seine kurzen, kräftigen Beine, die losen Hautfalten und die unglaublich langen Ohren – sie können bis zu 30 Zentimeter lang sein – verleihen ihm sein einzigartiges Erscheinungsbild. Das kurze, dichte Fell kommt klassisch in Tricolor (Schwarz, Weiß, Braun) oder Bicolor (Weiß-Braun oder Weiß-Rot) vor. Die langen Ohren des Basset Hounds erfüllen einen praktischen Zweck: Sie wirbeln beim Laufen Geruchspartikel vom Boden auf und fächeln sie zur Nase. Die losen Hautfalten um den Kopf fangen zusätzliche Geruchsmoleküle ein. Sein gesamter Körperbau ist darauf ausgelegt, langsam und ausdauernd einer Bodenfährte zu folgen – die kurzen Beine halten die Nase nah am Boden, während die Jäger zu Fuß folgen können. Der Charakter des Basset Hounds ist von einer unerschütterlichen Gelassenheit und Gutmütigkeit geprägt. Er ist einer der freundlichsten Hunde überhaupt und zeigt selten Aggression oder Nervosität. Seine Geduld mit Kindern ist legendär, und er lässt sich von Trubel und Unruhe kaum aus der Ruhe bringen. Gleichzeitig besitzt er einen bemerkenswerten Eigensinn, der sich besonders zeigt, wenn seine Nase etwas Interessantes entdeckt hat. Im Familienalltag ist der Basset ein angenehmer, unkomplizierter Begleiter, der wenig Aufhebens um sich macht. Er liebt Gesellschaft und kommt mit Menschen und anderen Tieren hervorragend aus. Sein tiefes, melodisches Bellen und sein klagendes Heulen können allerdings beachtliche Lautstärken erreichen. Der Bewegungsbedarf ist moderat, aber regelmäßige Spaziergänge sind unverzichtbar, da der Basset stark zu Übergewicht neigt. Insgesamt ist der Basset Hound ein wunderbar entspannter Familienhund mit einem großen Herzen und einer noch größeren Nase.

Haltung & Pflege

Wohnungstauglich
Kinderfreundlich

Der Basset Hound ist aufgrund seines moderaten Bewegungsbedarfs für die Wohnungshaltung geeignet. Zwei bis drei moderate Spaziergänge pro Tag sind ausreichend, aber wichtig zur Gewichtskontrolle. Treppensteigen sollte möglichst vermieden werden, um die Wirbelsäule zu schonen – eine Hunderampe kann hilfreich sein. Der Basset verträgt sich hervorragend mit anderen Hunden und Haustieren. Er ist ein idealer Familienhund für Familien mit Kindern. Sein melodisches Bellen und Heulen kann in Mehrfamilienhäusern problematisch sein. Die Ohren müssen mehrmals wöchentlich gereinigt werden. Er sollte nicht zu lange allein gelassen werden, da er dann zum ausgiebigen Heulen neigt. Ein zweiter Hund als Gesellschaft wird oft empfohlen.

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Ernährung

Der Basset Hound neigt extrem zu Übergewicht, weshalb strikte Futterkontrolle das A und O ist. Hochwertiges Futter mit moderatem Fett- und Kaloriengehalt ist ideal. Zwei Mahlzeiten pro Tag genügen. Leckerlis müssen streng limitiert und von der Tagesration abgezogen werden. Der Basset ist ein meisterhafter Bettler – seinem traurigen Blick zu widerstehen erfordert eiserne Disziplin. Tischreste sind tabu. Das Gewicht sollte wöchentlich kontrolliert werden. Nahrungsergänzungen für Gelenke und Wirbelsäule können sinnvoll sein. Erhöhte Futternäpfe können dem Basset das Fressen erleichtern. Getreidefreies oder -reduziertes Futter kann bei Hautproblemen helfen. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein. Ein feuchtes Tuch zum Reinigen der Lefzen nach dem Fressen ist praktisch.

Gesundheit & Krankheiten

Der Basset Hound hat aufgrund seines extremen Körperbaus mehrere gesundheitliche Anfälligkeiten. Bandscheibenprobleme sind häufig und können zu Lähmungen führen – Treppensteigen und Springen sollten minimiert werden. Übergewicht verschärft alle Gesundheitsprobleme erheblich. Ohreninfektionen sind aufgrund der langen, schlecht belüfteten Ohren ein chronisches Problem – regelmäßige Reinigung ist Pflicht. Entropium und Ektropium kommen häufig vor. Hüftgelenksdysplasie und Ellbogendysplasie sind verbreitet. Magendrehung ist trotz der geringen Höhe ein Risiko. Glaukom und andere Augenerkrankungen treten auf. Thrombopathie (von-Willebrand-Krankheit) kann vorkommen. Die Pflege der Hautfalten ist wichtig, um Infektionen zu vermeiden. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen sind essenziell.

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Erziehung

Die Erziehung des Basset Hounds erfordert Geduld und Humor. Er ist intelligent, aber legendär eigensinnig. Wenn er keinen Sinn in einer Übung sieht, verweigert er charmant die Mitarbeit. Positive Verstärkung mit Futterbelohnung funktioniert am besten. Harte Methoden sind sinnlos und schädlich. Frühe Sozialisierung fällt beim freundlichen Basset leicht. Die Grundkommandos lernt er schnell, die Ausführung erfolgt jedoch in seiner eigenen Geschwindigkeit. Der Rückruf ist die größte Herausforderung – auf einer Fährte ist der Basset praktisch taub. Konsequentes Leinentraining ist wichtig, da er seiner Nase überall hin folgt. Mantrailing und Nasenarbeit sind ideale Beschäftigungen, die seinen natürlichen Instinkten entsprechen.

Geschichte & Herkunft

Der Basset Hound stammt ursprünglich aus Frankreich, wo das Wort „bas" (niedrig) seinen Namen prägte. Im 16. Jahrhundert wurden niedrigläufige Laufhunde in Frankreich für die Jagd zu Fuß gezüchtet – Jäger ohne Pferd brauchten einen langsamen Hund, dem sie folgen konnten. Im 19. Jahrhundert wurde die Rasse nach England gebracht und dort weiterentwickelt. 1882 wurde der Basset Hound Club in England gegründet. Alexandra, Ehefrau von König Edward VII., hielt Bassets in den königlichen Zwingern. In den USA wurde der Basset Hound durch die Schuhmarke „Hush Puppies" und die Comicfigur „Fred Basset" populär. Die FCI führt den Basset Hound unter der Nummer 163. Heute ist er weltweit ein beliebter Familienhund.

Kosten im Überblick

Futter50,00 €/Monat
Versicherung30,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)30,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges20,00 €/Monat
Gesamt140,00 €/Monat
Jährlich1.680,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Basset Hound

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Basset-Hound-Besitzer empfehlenswert. Obwohl der gemütliche Basset selten aggressiv ist, kann sein sturer Fährtentrieb in bestimmten Situationen zu unkontrolliertem Verhalten führen. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro ist sinnvoll. In einigen Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde ohnehin Pflicht.

Häufige Fragen zum Basset Hound

Ist ein Basset Hound ein guter Familienhund?

Ja, der Basset Hound ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Basset Hound im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Basset Hound betragen durchschnittlich 140,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (30,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).

Ist ein Basset Hound für Anfänger geeignet?

Ja, der Basset Hound ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Basset Hound?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.

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