Basset Hound
Der gemütliche Fährtenspezialist mit den längsten Ohren
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 163
- Herkunft
- Großbritannien / Frankreich
- Größe
- 28–38 cm
- Gewicht
- 20–34 kg
- Lebenserwartung
- 10–12 Jahre
- Gruppe
- Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Basset Hound ist aufgrund seines moderaten Bewegungsbedarfs für die Wohnungshaltung geeignet. Zwei bis drei moderate Spaziergänge pro Tag sind ausreichend, aber wichtig zur Gewichtskontrolle. Treppensteigen sollte möglichst vermieden werden, um die Wirbelsäule zu schonen – eine Hunderampe kann hilfreich sein. Der Basset verträgt sich hervorragend mit anderen Hunden und Haustieren. Er ist ein idealer Familienhund für Familien mit Kindern. Sein melodisches Bellen und Heulen kann in Mehrfamilienhäusern problematisch sein. Die Ohren müssen mehrmals wöchentlich gereinigt werden. Er sollte nicht zu lange allein gelassen werden, da er dann zum ausgiebigen Heulen neigt. Ein zweiter Hund als Gesellschaft wird oft empfohlen.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Basset Hound neigt extrem zu Übergewicht, weshalb strikte Futterkontrolle das A und O ist. Hochwertiges Futter mit moderatem Fett- und Kaloriengehalt ist ideal. Zwei Mahlzeiten pro Tag genügen. Leckerlis müssen streng limitiert und von der Tagesration abgezogen werden. Der Basset ist ein meisterhafter Bettler – seinem traurigen Blick zu widerstehen erfordert eiserne Disziplin. Tischreste sind tabu. Das Gewicht sollte wöchentlich kontrolliert werden. Nahrungsergänzungen für Gelenke und Wirbelsäule können sinnvoll sein. Erhöhte Futternäpfe können dem Basset das Fressen erleichtern. Getreidefreies oder -reduziertes Futter kann bei Hautproblemen helfen. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein. Ein feuchtes Tuch zum Reinigen der Lefzen nach dem Fressen ist praktisch.
Gesundheit & Krankheiten
Der Basset Hound hat aufgrund seines extremen Körperbaus mehrere gesundheitliche Anfälligkeiten. Bandscheibenprobleme sind häufig und können zu Lähmungen führen – Treppensteigen und Springen sollten minimiert werden. Übergewicht verschärft alle Gesundheitsprobleme erheblich. Ohreninfektionen sind aufgrund der langen, schlecht belüfteten Ohren ein chronisches Problem – regelmäßige Reinigung ist Pflicht. Entropium und Ektropium kommen häufig vor. Hüftgelenksdysplasie und Ellbogendysplasie sind verbreitet. Magendrehung ist trotz der geringen Höhe ein Risiko. Glaukom und andere Augenerkrankungen treten auf. Thrombopathie (von-Willebrand-Krankheit) kann vorkommen. Die Pflege der Hautfalten ist wichtig, um Infektionen zu vermeiden. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen sind essenziell.
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Tarife vergleichenErziehung
Die Erziehung des Basset Hounds erfordert Geduld und Humor. Er ist intelligent, aber legendär eigensinnig. Wenn er keinen Sinn in einer Übung sieht, verweigert er charmant die Mitarbeit. Positive Verstärkung mit Futterbelohnung funktioniert am besten. Harte Methoden sind sinnlos und schädlich. Frühe Sozialisierung fällt beim freundlichen Basset leicht. Die Grundkommandos lernt er schnell, die Ausführung erfolgt jedoch in seiner eigenen Geschwindigkeit. Der Rückruf ist die größte Herausforderung – auf einer Fährte ist der Basset praktisch taub. Konsequentes Leinentraining ist wichtig, da er seiner Nase überall hin folgt. Mantrailing und Nasenarbeit sind ideale Beschäftigungen, die seinen natürlichen Instinkten entsprechen.
Geschichte & Herkunft
Der Basset Hound stammt ursprünglich aus Frankreich, wo das Wort „bas" (niedrig) seinen Namen prägte. Im 16. Jahrhundert wurden niedrigläufige Laufhunde in Frankreich für die Jagd zu Fuß gezüchtet – Jäger ohne Pferd brauchten einen langsamen Hund, dem sie folgen konnten. Im 19. Jahrhundert wurde die Rasse nach England gebracht und dort weiterentwickelt. 1882 wurde der Basset Hound Club in England gegründet. Alexandra, Ehefrau von König Edward VII., hielt Bassets in den königlichen Zwingern. In den USA wurde der Basset Hound durch die Schuhmarke „Hush Puppies" und die Comicfigur „Fred Basset" populär. Die FCI führt den Basset Hound unter der Nummer 163. Heute ist er weltweit ein beliebter Familienhund.
Kosten im Überblick
| Futter | 50,00 €/Monat |
| Versicherung | 30,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 30,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 140,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.680,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Basset Hound
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Basset-Hound-Besitzer empfehlenswert. Obwohl der gemütliche Basset selten aggressiv ist, kann sein sturer Fährtentrieb in bestimmten Situationen zu unkontrolliertem Verhalten führen. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro ist sinnvoll. In einigen Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde ohnehin Pflicht.
Häufige Fragen zum Basset Hound
Ist ein Basset Hound ein guter Familienhund?
Ja, der Basset Hound ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Basset Hound im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Basset Hound betragen durchschnittlich 140,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (30,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Basset Hound für Anfänger geeignet?
Ja, der Basset Hound ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Basset Hound?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.