Borzoi (Russischer Windhund)
Der aristokratische russische Windhund mit seidigem Fell
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 193
- Herkunft
- Russland
- Größe
- 68–82 cm
- Gewicht
- 27–48 kg
- Lebenserwartung
- 9–14 Jahre
- Gruppe
- Windhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Borzoi benötigt ein geräumiges Zuhause mit einem großen, sicher eingezäunten Garten. Der Zaun muss mindestens 1,80 Meter hoch sein. Trotz seiner Größe ist er im Haus erstaunlich ruhig und unauffällig. Tägliche Möglichkeiten zum freien Laufen in sicherem Gelände sind unverzichtbar. Er verträgt Kälte gut dank seines dichten Fells, leidet aber bei extremer Hitze. Der Borzoi ist ein geselliger Hund, der sich mit anderen Hunden, besonders Windhunden, gut versteht. Kleine Haustiere sind aufgrund seines Jagdinstinkts gefährdet. Er sollte nicht über längere Zeiträume allein gelassen werden.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Borzoi benötigt hochwertiges, leicht verdauliches Futter in angemessener Menge. Zwei bis drei kleinere Mahlzeiten pro Tag sind dringend empfehlenswert, um das Risiko einer Magendrehung zu minimieren. Er sollte nach dem Fressen mindestens eine Stunde ruhen. Der Proteinanteil sollte hochwertig sein, ohne zu üppig zu füttern, da der Borzoi schlank bleiben muss. Übergewicht ist für diesen Windhund besonders schädlich und belastet Gelenke und Herz. Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit des langen, seidigen Fells. Frisches Trinkwasser muss stets verfügbar sein.
Gesundheit & Krankheiten
Der Borzoi ist als große Rasse anfällig für einige gesundheitliche Probleme. Magendrehung (Torsio ventriculi) ist ein ernstes Risiko, das sofortige tierärztliche Notfallversorgung erfordert. Osteosarkom und andere Knochentumore treten bei großen Windhundrassen häufiger auf. Herzerkrankungen, insbesondere dilatative Kardiomyopathie, sollten regelmäßig kontrolliert werden. Schilddrüsenunterfunktion kommt gelegentlich vor. Wie bei allen Windhunden besteht eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Narkosemitteln und bestimmten Medikamenten, worauf der Tierarzt unbedingt hingewiesen werden muss. Progressive Retinaatrophie ist in einigen Linien dokumentiert. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge, einschließlich Herzuntersuchungen, ist für diese edle Rasse besonders wichtig.
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Die Erziehung des Borzoi erfordert Geduld, Feingefühl und ein Verständnis dafür, dass dieser Hund niemals blind gehorsam sein wird. Harte Methoden sind beim sensiblen Borzoi völlig kontraproduktiv. Positive Verstärkung mit Lob und Belohnungen ist die einzige erfolgversprechende Methode. Der Rückruf ist das größte Training-Hindernis, da der Jagdinstinkt in bestimmten Situationen stärker ist als jede Erziehung. Frühe Sozialisierung ist wichtig, um sein natürlich reserviertes Wesen zu formen. Die Stubenreinheit wird in der Regel schnell gelernt. Hundeschulen können hilfreich sein, sofern die Trainer Erfahrung mit Windhunden haben.
Geschichte & Herkunft
Der Borzoi hat seine Wurzeln in der russischen Adelskultur des 17. bis 19. Jahrhunderts, wo die Wolfsjagd mit diesen edlen Windhunden ein prestigeträchtiges Gesellschaftsereignis war. Hunderte von Borzois wurden zusammen mit Foxhounds auf die Jagd geführt, um Wölfe in den russischen Weiten zu hetzen. Russische Adlige wie der Großfürst Nikolai Nikolajewitsch unterhielten berühmte Zwinger mit mehreren hundert Hunden. Die Russische Revolution von 1917 führte beinahe zum Aussterben der Rasse, da sie als Symbol des verhassten Adels verfolgt wurde. Dank zuvor exportierter Hunde nach Europa und Amerika konnte die Rasse gerettet werden. Die FCI erkannte den Borzoi unter der Nummer 193 an. Heute ist er weltweit als Ausstellungs- und Begleithund geschätzt.
Kosten im Überblick
| Futter | 65,00 €/Monat |
| Versicherung | 35,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 30,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 160,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.920,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Borzoi (Russischer Windhund)
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Borzoi-Besitzer unverzichtbar. Als großer Windhund mit starkem Jagdtrieb kann er trotz seines sanften Wesens in bestimmten Situationen unbeabsichtigt Schäden verursachen. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro ist empfehlenswert. In mehreren Bundesländern ist die Hundehaftpflicht ohnehin gesetzlich vorgeschrieben.
Häufige Fragen zum Borzoi (Russischer Windhund)
Ist ein Borzoi (Russischer Windhund) ein guter Familienhund?
Ja, der Borzoi (Russischer Windhund) ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Borzoi (Russischer Windhund) im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Borzoi (Russischer Windhund) betragen durchschnittlich 160,00 €. Das umfasst Futter (65,00 €), Versicherung (35,00 €), Tierarzt (30,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Borzoi (Russischer Windhund) für Anfänger geeignet?
Der Borzoi (Russischer Windhund) ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Borzoi (Russischer Windhund)?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Borzoi (Russischer Windhund) braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.