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Drever

Der kompakte schwedische Treibjagdspezialist auf kurzen Beinen

Steckbrief

FCI-Nr.
130
Herkunft
Schweden
Größe
3038 cm
Gewicht
1416 kg
Lebenserwartung
1215 Jahre
Gruppe
Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Charakter
MutigAusdauerndFreundlichSelbstbewusstAnpassungsfähig
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Drever, auch als Schwedische Dachsbracke bekannt, ist Schwedens zweitbeliebtester Jagdhund und ein charmanter kleiner Laufhund, der die beeindruckende Jagdleistung größerer Hunde in einem kompakten, niederläufigen Körper vereint. Sein Name leitet sich vom schwedischen Wort „drev" ab, was die treibende Jagd bezeichnet, bei der der Hund das Wild langsam vor sich hertreibt, bis es dem wartenden Jäger in Schussposition kommt. Mit seinen kurzen Beinen, seinem kräftigen Körper und seinem selbstbewussten Auftreten ist der Drever ein erstaunlich vielseitiger Jagdhund, der von der Hasenjagd bis zur Nachsuche auf Schalenwild eingesetzt wird. Mit einer Schulterhöhe von 30 bis 38 Zentimetern und einem Gewicht von 14 bis 16 Kilogramm ist der Drever ein kleiner, aber kräftig gebauter niederläufiger Laufhund. Sein Körper ist lang gestreckt und muskulös, getragen von kurzen, stabilen Beinen. Das kurze, dichte Fell liegt eng am Körper an und kommt in allen Laufhundfarben vor, wobei weiße Abzeichen von allen Seiten sichtbar sein müssen, was ein charakteristisches Rassemerkmal darstellt. Die häufigsten Farbkombinationen sind Dreifarbig sowie Rot-Weiß. Der Kopf ist groß und ausdrucksvoll, mit freundlichen, intelligenten Augen und mittelgroßen, tief angesetzten, abgerundeten Ohren. Der Charakter des Drever ist eine bemerkenswerte Mischung aus Mut, Selbstbewusstsein und Freundlichkeit. Trotz seiner kleinen Statur besitzt er eine erstaunliche Furchtlosigkeit und Entschlossenheit bei der Jagd, die weitaus größere Hunde beeindruckt. Seine selbstbewusste Art grenzt manchmal an Dickköpfigkeit, verleiht ihm aber auch eine erfrischende Unabhängigkeit und einen unverwechselbaren Charme. Im familiären Umfeld ist der Drever ein unkomplizierter, fröhlicher Begleiter, der sich durch seine Anpassungsfähigkeit und Freundlichkeit auszeichnet. Er kommt hervorragend mit Kindern zurecht und ist ein geduldiger, verspielter Spielkamerad. Seine Verträglichkeit mit anderen Hunden ist in der Regel gut. Fremden gegenüber ist er freundlich und aufgeschlossen, was ihn als Wachhund eher ungeeignet macht. Der Bewegungsbedarf des Drever ist für seine Größe beachtlich, aber durchaus im Rahmen des Machbaren. Tägliche Spaziergänge von eineinhalb Stunden, ergänzt durch Nasenarbeit und Suchspiele, halten ihn zufrieden. Die Pflege des kurzen Fells ist minimal und beschränkt sich auf wöchentliches Bürsten. Die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert werden. Insgesamt ist der Drever ein charmanter, vielseitiger kleiner Jagdhund, der Jagdpassion mit Familientauglichkeit auf schwedische Art verbindet.

Haltung & Pflege

Wohnungstauglich
Kinderfreundlich

Der Drever ist dank seiner überschaubaren Größe und Anpassungsfähigkeit auch für eine geräumige Wohnung geeignet, sofern sein Bewegungsbedarf gedeckt wird. Ein Haus mit Garten ist ideal, wobei der Zaun sicher sein muss. Mindestens eineinhalb Stunden Bewegung pro Tag sind notwendig. Seine Stimme ist für einen Laufhund vergleichsweise moderat, kann aber in Mehrfamilienhäusern problematisch sein. Er kommt gut mit anderen Hunden aus. Er braucht Familienanschluss und ist ein hervorragender Familienhund für aktive Haushalte. Sein robustes Fell macht ihn wetterfest und kälteresistent.

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Ernährung

Der Drever benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter, das seinem aktiven, aber niederläufigen Körperbau entspricht. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge muss sorgfältig kontrolliert werden, da der Drever zur Gewichtszunahme neigen kann. Proteinreiches Futter mit hochwertigen Zutaten ist ideal. Leckerlis für das Training sollten bei der Tagesration berücksichtigt werden. Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Fellgesundheit. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Übergewicht belastet den langen Rücken und die kurzen Beine erheblich und muss konsequent vermieden werden.

Gesundheit & Krankheiten

Der Drever ist eine robuste, gesunde Rasse mit wenigen rassetypischen Problemen. Ohrenentzündungen erfordern aufgrund der Hängeohren regelmäßige Kontrolle. Bandscheibenprobleme können aufgrund des langen Rückens vorkommen, sind aber weniger häufig als bei vergleichbaren Rassen. Hüftgelenksdysplasie (HD) ist selten. Übergewicht ist ein mögliches Problem und muss vermieden werden, da es den niederläufigen Körperbau belastet. Augenerkrankungen kommen vereinzelt vor. Der Genpool ist in Schweden groß und gesund, international jedoch begrenzt. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge, aktueller Impfschutz und Gewichtskontrolle sind empfehlenswert.

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Erziehung

Der Drever ist ein intelligenter, lernwilliger Hund, der sich im Vergleich zu vielen Laufhunden überraschend gut erziehen lässt. Positive Verstärkung mit Futtermotivation ist die effektivste Methode. Sein Selbstbewusstsein kann gelegentlich in Sturheit umschlagen, was Geduld und Konsequenz erfordert. Frühe Sozialisierung festigt sein ohnehin freundliches Wesen. Der Rückruf erfordert konsequentes Training aufgrund seines Jagdtriebs. Die jagdliche Ausbildung bietet einen hervorragenden Rahmen. Seine anpassungsfähige Art macht ihn auch für engagierte Anfänger geeignet. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen.

Geschichte & Herkunft

Der Drever entstand Anfang des 20. Jahrhunderts in Schweden aus der Kreuzung der Westfälischen Dachsbracke, die von Deutschland nach Schweden importiert wurde, mit lokalen schwedischen Laufhunden. Die Westfälische Dachsbracke wurde 1910 erstmals nach Schweden gebracht und erfreute sich schnell großer Beliebtheit bei schwedischen Jägern, die den Vorteil eines niederläufigen Jagdhundes schätzten, der Wild langsam genug trieb, um dem Jäger einen sicheren Schuss zu ermöglichen. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich ein eigenständiger schwedischer Typ. 1947 wurde die Rasse offiziell als Drever benannt, ein Name, der aus einem Namenswettbewerb in einer schwedischen Jagdzeitschrift hervorging. Die FCI erkennt den Drever unter der Nummer 130 an. In Schweden ist er nach dem Hamiltonstövare der zweitbeliebteste Jagdhund.

Kosten im Überblick

Futter35,00 €/Monat
Versicherung25,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt105,00 €/Monat
Jährlich1.260,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Drever

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Drever-Besitzer empfehlenswert. Obwohl der Drever ein kleiner Hund ist, besitzt er einen lebhaften Jagdtrieb und kann in bestimmten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde vorgeschrieben. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro ist ratsam.

Häufige Fragen zum Drever

Ist ein Drever ein guter Familienhund?

Ja, der Drever ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Drever im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Drever betragen durchschnittlich 105,00 €. Das umfasst Futter (35,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Drever für Anfänger geeignet?

Ja, der Drever ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Drever?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Drever braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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