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Greyhound

Der schnellste Couchpotato der Hundewelt

Steckbrief

FCI-Nr.
158
Herkunft
Großbritannien
Größe
6876 cm
Gewicht
2540 kg
Lebenserwartung
1014 Jahre
Gruppe
Windhunde
Charakter
SanftRuhigEdelAnhänglichSensibel
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Greyhound ist der schnellste Hund der Welt und kann Geschwindigkeiten von über 70 Kilometern pro Stunde erreichen. Doch hinter dem Bild des rasenden Sprinters verbirgt sich ein überraschend sanfter, ruhiger und anhänglicher Begleiter, der den Großteil des Tages am liebsten auf dem Sofa verbringt. Der Greyhound ist ein faszinierender Widerspruch – ein Hochleistungsathlet mit der Seele eines Couchpotatos. Mit einer Schulterhöhe von 68 bis 76 Zentimetern und einem Gewicht von 25 bis 40 Kilogramm ist der Greyhound ein großer, schlanker Hund von beeindruckender Eleganz. Sein stromlinienförmiger Körperbau ist perfekt auf Geschwindigkeit ausgelegt: tiefer Brustkorb, eingezogener Bauch, lange Beine und flexible Wirbelsäule. Das kurze, feine Fell kommt in nahezu allen Farben vor, darunter Schwarz, Weiß, Rot, Blau, Falb und gestromt. Der Charakter des Greyhounds überrascht die meisten Menschen. Trotz seiner unglaublichen Geschwindigkeit ist er ein ausgesprochen ruhiger, sanfter und zurückhaltender Hund. Er ist sensibel, anhänglich und liebt den Komfort seines Zuhauses. Aggressives Verhalten ist dem Greyhound nahezu fremd. Sein sanftes Wesen macht ihn zu einem wunderbaren Therapiehund und einem idealen Begleiter für ruhige Haushalte. Der Bewegungsbedarf des Greyhounds ist überraschend moderat. Zwar braucht er die Möglichkeit zum Sprinten, doch ansonsten ist er mit zwei gemäßigten Spaziergängen von jeweils 30 bis 45 Minuten pro Tag zufrieden. Er ist ein Sprinter, kein Ausdauerläufer, und genießt kurze, intensive Bewegungsphasen gefolgt von ausgedehnten Ruhephasen. Im Familienalltag ist der Greyhound ein ruhiger, unauffälliger Mitbewohner, der wenig bellt und sich gerne in die Nähe seiner Menschen legt. Er ist freundlich zu Kindern und verträgt sich meist gut mit anderen Hunden, besonders mit anderen Windhunden. Sein starker Jagdtrieb erfordert jedoch Vorsicht bei kleinen Haustieren und Katzen. Die Pflege ist minimal. Das kurze, feine Fell muss nur gelegentlich gebürstet werden. Der Greyhound ist sauber und geruchsarm. Seine dünne Haut ist empfindlich und kann bei Dornen und rauem Untergrund schnell verletzt werden. Der Greyhound ist ein wundervoller Begleiter für Menschen, die einen eleganten, sanften und pflegeleichten Hund suchen, der zu Hause die Ruhe selbst ist.

Haltung & Pflege

Wohnungstauglich
Kinderfreundlich

Überraschenderweise ist der Greyhound ein ausgezeichneter Wohnungshund. Trotz seiner Größe ist er ruhig, sauber und unauffällig im Haus. Zwei Spaziergänge von jeweils 30 bis 45 Minuten und gelegentliche Möglichkeiten zum Sprinten auf eingezäuntem Gelände genügen. Der Greyhound braucht einen weichen Liegeplatz, da seine hervortretenden Knochen auf harten Böden schmerzhafte Druckstellen entwickeln können. Er verträgt Kälte schlecht und braucht im Winter einen Mantel. Der Greyhound ist gesellig und sollte nicht zu lange alleine bleiben. Viele Greyhounds kommen aus dem Rennsport und können als Zweithunde adoptiert werden.

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Ernährung

Der Greyhound hat einen überraschend moderaten Energiebedarf, wenn er nicht im aktiven Rennsport steht. Hochwertiges Futter mit gutem Proteingehalt und moderatem Fettanteil ist empfehlenswert. Zwei bis drei kleinere Mahlzeiten pro Tag sind ideal, um das Risiko einer Magendrehung zu minimieren. Ein erhöhter Futternapf kann ebenfalls helfen. Die Futtermenge sorgfältig kontrollieren – der Greyhound sollte schlank bleiben, wobei Rippen leicht fühlbar sein sollten. Bei ehemaligen Rennhunden muss die Umstellung auf normales Hundefutter behutsam erfolgen. Leckerlis von der Tagesration abziehen. Frisches Wasser immer bereitstellen.

Gesundheit & Krankheiten

Der Greyhound ist eine grundsätzlich gesunde Rasse. Osteosarkom (Knochenkrebs) ist leider die häufigste Krebserkrankung bei dieser Rasse. Magendrehung ist bei tiefbrüstigen Rassen ein ernstes Risiko. Neuropathie kann in einigen Linien vorkommen. Greyhounds haben natürlicherweise andere Blutwertreferenzen als andere Rassen, was bei Tierarztbesuchen berücksichtigt werden muss. Die dünne Haut ist verletzungsanfällig. Hypothyreose kommt vor. Zahnprobleme treten häufiger auf als bei anderen Rassen. Greyhounds sind empfindlich gegenüber Narkosemitteln – der Tierarzt muss über die Rasse informiert sein. Regelmäßige Vorsorge und Zahnpflege sind wichtig.

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Erziehung

Der Greyhound ist ein sanfter, sensibler Hund, der ausschließlich mit positiver Verstärkung trainiert werden sollte. Harte Erziehungsmethoden verunsichern ihn zutiefst. Er ist intelligent, aber nicht unbedingt darauf ausgerichtet, klassische Gehorsamkeitsübungen zu absolvieren. Frühe Sozialisierung ist wichtig, besonders für ehemalige Rennhunde, die oft wenig Alltagserfahrung haben. Der extreme Jagdtrieb macht einen sicheren Freilauf ohne eingezäuntes Gelände nahezu unmöglich. Leinenführigkeit muss konsequent geübt werden. Geduld und Verständnis für sein sensibles Wesen sind der Schlüssel zum Erfolg.

Geschichte & Herkunft

Der Greyhound ist eine der ältesten Hunderassen und lässt sich über 4000 Jahre zurückverfolgen. Darstellungen auf ägyptischen Tempeln und Gräbern zeigen Windhunde, die dem Greyhound ähneln. Im mittelalterlichen England war der Greyhound dem Adel vorbehalten – Bauern war die Haltung verboten. Die Hetzjagd mit Greyhounds (Coursing) war über Jahrhunderte ein beliebter Sport der Aristokratie. Im 20. Jahrhundert entwickelten sich Greyhound-Rennen auf der Bahn zu einem populären Zuschauersport, besonders in Großbritannien, Irland und den USA. Heute wird die Adoption ehemaliger Rennhunde von zahlreichen Organisationen gefördert. Der Greyhound ist als eleganter, sanfter Familienhund geschätzt.

Kosten im Überblick

Futter55,00 €/Monat
Versicherung35,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)25,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges20,00 €/Monat
Gesamt145,00 €/Monat
Jährlich1.740,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Greyhound

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Greyhound-Besitzer empfehlenswert. Obwohl der Greyhound ein sanfter Hund ist, kann er durch seinen starken Jagdtrieb und seine enorme Geschwindigkeit unbeabsichtigt Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist eine Haftpflichtversicherung für alle Hunde Pflicht. Eine ausreichende Deckungssumme bietet Schutz vor unvorhergesehenen finanziellen Belastungen.

Häufige Fragen zum Greyhound

Ist ein Greyhound ein guter Familienhund?

Ja, der Greyhound ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Greyhound im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Greyhound betragen durchschnittlich 145,00 €. Das umfasst Futter (55,00 €), Versicherung (35,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).

Ist ein Greyhound für Anfänger geeignet?

Ja, der Greyhound ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Greyhound?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.

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