Moskauer Wachhund
Der Bernhardiner-Kaukasier-Hybrid als sowjetischer Wachhund
Steckbrief
- Herkunft
- Russland
- Größe
- 64–78 cm
- Gewicht
- 55–80 kg
- Lebenserwartung
- 9–12 Jahre
- Gruppe
- Pinscher und Schnauzer, Molosser, Schweizer Sennenhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Moskauer Wachhund eignet sich am besten für ein Haus mit großem, eingezäuntem Garten. Eine Wohnungshaltung ist aufgrund seiner Größe und seines Wachinstinkts nicht geeignet. Er verträgt Kälte hervorragend und kann bei Zugang zu einem wetterfesten Unterstand ganzjährig im Freien leben. Tägliche Spaziergänge von einer bis anderthalb Stunden genügen seinem moderaten Bewegungsbedarf. Er ist ein ruhiger Mitbewohner, der wenig bellt, aber bei echten Bedrohungen entschlossen reagiert. Mit Kindern der eigenen Familie ist er in der Regel sanft und geduldig. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden ist eingeschränkt und erfordert gute Sozialisierung.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Moskauer Wachhund benötigt hochwertiges Futter in großen Mengen, das seinem erheblichen Körpergewicht und moderaten Aktivitätslevel entspricht. Zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag sind empfehlenswert, um das Risiko einer Magendrehung zu reduzieren. Trotz seiner Vorliebe für reichliches Fressen muss das Gewicht streng kontrolliert werden. Hochwertige Proteine unterstützen den Erhalt der Muskulatur. Gelenkunterstützende Nahrungsergänzungsmittel mit Glucosamin und Chondroitin können bei dieser schweren Rasse sinnvoll sein. Das Wachstum bei Welpen muss langsam und kontrolliert erfolgen. Frisches Trinkwasser muss stets in ausreichender Menge verfügbar sein.
Gesundheit & Krankheiten
Der Moskauer Wachhund ist für seine Größe eine relativ robuste Rasse, erbt jedoch gesundheitliche Risiken von beiden Elternrassen. Hüftgelenksdysplasie ist das häufigste orthopädische Problem und muss bei Zuchttieren kontrolliert werden. Ellbogendysplasie kommt ebenfalls vor. Magendrehung ist aufgrund des massiven Brustkorbs ein ernstes Risiko. Herzerkrankungen können insbesondere im fortgeschrittenen Alter auftreten. Augenerkrankungen wie Entropium und Ektropium sind aufgrund der Bernhardiner-Abstammung möglich. Übergewicht muss strikt vermieden werden, da es die ohnehin belasteten Gelenke zusätzlich schädigt. Die Lebenserwartung ist wie bei den meisten sehr großen Rassen begrenzt.
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Der Moskauer Wachhund ist ein intelligenter Hund, der sowohl die Kooperationsbereitschaft des Bernhardiners als auch die Eigenständigkeit des Kaukasischen Owtscharka geerbt hat. Positive Verstärkung mit konsequenter Führung ist die effektivste Methode. Intensive Sozialisierung ab dem Welpenalter ist entscheidend, um seinen Schutzinstinkt in kontrollierbare Bahnen zu lenken. Er muss lernen, dass sein Besitzer Situationen einschätzen kann und nicht jeder Besucher eine Bedrohung darstellt. Grundgehorsam sollte frühzeitig trainiert werden, solange er noch handlebar ist. Professionelle Unterstützung durch einen erfahrenen Trainer wird empfohlen. Harte Bestrafung ist kontraproduktiv und kann den Schutzinstinkt verstärken.
Geschichte & Herkunft
Der Moskauer Wachhund wurde nach dem Zweiten Weltkrieg im sowjetischen Militärzwinger „Krasnaja Swesda" nahe Moskau entwickelt, dem gleichen Zwinger, der auch den Russischen Schwarzen Terrier hervorbrachte. Das Ziel war ein großer, kälteresistenter Wachhund, der gleichzeitig umgänglich genug für den Einsatz in verschiedenen Umgebungen sein sollte. Die Hauptrassen in der Zucht waren der Bernhardiner, der die Größe und Gutmütigkeit einbrachte, und der Kaukasische Owtscharka, der den Wach- und Schutzinstinkt beisteuerte. Auch Russische Windhunde flossen in die Zucht ein. Die Rasse wurde 1985 vom sowjetischen Kynologenverband anerkannt, hat jedoch bis heute keine FCI-Anerkennung erlangt. Außerhalb Russlands ist der Moskauer Wachhund eine extreme Rarität.
Kosten im Überblick
| Futter | 80,00 €/Monat |
| Versicherung | 45,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 35,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 15,00 €/Monat |
| Sonstiges | 25,00 €/Monat |
| Gesamt | 200,00 €/Monat |
| Jährlich | 2.400,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Moskauer Wachhund
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für den Moskauer Wachhund dringend empfehlenswert. Als großer, kräftiger Wachhund mit ausgeprägtem Schutzinstinkt kann er in bestimmten Situationen erhebliche Schäden verursachen. Eine Deckungssumme von mindestens zehn Millionen Euro wird empfohlen. In mehreren Bundesländern ist die Hundehaftpflicht für alle Hunde Pflicht.
Häufige Fragen zum Moskauer Wachhund
Ist ein Moskauer Wachhund ein guter Familienhund?
Ja, der Moskauer Wachhund ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Moskauer Wachhund im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Moskauer Wachhund betragen durchschnittlich 200,00 €. Das umfasst Futter (80,00 €), Versicherung (45,00 €), Tierarzt (35,00 €), Steuer (15,00 €) und Sonstiges (25,00 €).
Ist ein Moskauer Wachhund für Anfänger geeignet?
Der Moskauer Wachhund ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Moskauer Wachhund?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.